IRRT steht für die Imagery Rescripting & Reprocessing Therapie oder im deutschen auch die „Umformung und Neuverarbeitung auf der Ebene der Vorstellungskraft“. IRRT ist eine speziell für Traumafolgestörungen entwickelte Psychotherapieform, auch wenn heute indikationsausweitend auch andere Störungsbilder mit IRRT behandelt werden.
Imagery Rescripting & Processing Therapy (IRRT)
Ablauf
Die IRRT ist eine Psychotherapieform zur Behandlung von Traumafolgestörungen wie zum Beispiel die PTBS. Der Behandlungsablauf ist in verschiedene Phasen gegliedert.
Alter
IRRT ist für erwachsene Personen mit Störungen, die durch Traumata entstanden sind, konzipiert. Die Traumata können auch in der Kindheit erfolgt sein.
Krankenkasse
Nur in Einzelfällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten der IRRT
Dauer
Die IRRT erstreckt sich häufig über einen Zeitraum von mehreren Monaten
Ablauf der IRRT
Die IRRT ist grundlegend in drei Phasen gegliedert, welche zur Aufarbeitung traumatischer Ereignisse dienen.
In der ersten Phase wird das Trauma wiedererlebt, und die assoziierten Emotionen reaktiviert (primäre Erlebnisebene) und das Geschehene auch verbalisiert. In der zweiten Phase wird das erwachsene Ich als zusätzlicher Persönlichkeitsanteil auf die innere Bühne des Patienten eingeführt, sodass der Schwerpunkt nun auf der Konfrontation und Entmachtung des Täters liegt, und Kontrolle über die Situation erlangt werden kann. Im Zuge der dritten Phase werden das kindliche Ich („damaliges Ich“) mit dem erwachsenen Ich („aktuelles Ich) versöhnt. Das Traumaerlebnis und die veränderten Bewertungen werden nachbesprochen und verankert.
Neben IRRT zur Behandlung von Traumafolgestörungen gibt es auch Protokolle zur Behandlung von Angststörungen, Depression und Persönlichkeitsstörungen, wenn diese in Bezug zu besonderen Belastungssituationen gesetzt werden können.
Ziele der IRRT
Jeder Mensch verfügt über Selbstheilungskräfte, welche meist mehr oder weniger ausgeprägt sind. Diese sorgen dafür, dass wir traumatische Ereignisse innerhalb einer gewissen Zeit eigenständig verarbeiten. Sind die Selbstheilungskräfte zu schwach, so nimmt die seelische Belastung zu und die Erinnerungen an das Trauma kehren häufig wieder zurück. Ziel der IRRT ist es dabei, dass die Traumata verarbeitet werden und die Selbstheilungskräfte zurückerlangt werden. Dabei sollen die Betroffenen sich in ihren Traumata nicht mehr als Opfer gegenüberstehen, sondern das Erlebte überwinden und mithilfe neuer Techniken kontrollieren. Auch das Selbstbild soll zunehmend gestärkt werden. Personen, die zusätzlich an dem Gefühl von Ekel oder Zorn leiden, können durch die IRRT dieses Gefühl durch neue Verhaltensweisen umwandeln.
Häufig gestellte Fragen
IRRT steht für die Imagery Rescripting & Reprocessing Therapie oder im deutschen auch die „Umformung und Neuverarbeitung auf der Ebene der Vorstellungskraft“. IRRT ist eine speziell für Traumafolgestörungen entwickelte Psychotherapieform, auch wenn heute indikationsausweitend auch andere Störungsbilder mit IRRT behandelt werden.
Unsere Selbstheilungskräfte sorgen dafür, dass wir schwierige Situationen und traumatische Ereignisse eigenständig verarbeiten können. Ist die Traumatisierung zu groß oder sind die Selbstheilungskräfte zu schwach, nimmt die seelische Belastung überhand. Mittels IRRT werden die Traumata verarbeitet, sodass die Selbstheilungskräfte zurückerlangt werden können. Betroffene müssen sich dann nicht mehr als wehrloses Opfer sehen, sondern können das Erlebte mithilfe von IRRT besser kontrollieren.
IRRT sollte nicht angewendet werden bei psychischen Zuständen, unkontrollierbaren Dissoziationen, akuten Belastungssituationen und bei mangelnden Ressourcen bzw. fehlender Stabilität.