Kontakt  |  Premiumeintrag
icon_selbsttest Selbsttests icon_blog Blog
Diakrino Logo

Binge Eating-Störung – Behandlung, Folgen & Hilfe

Binge Eating-Störung

Was ist eine Binge Eating-Störung?

Eine Bing Eating-Störung ist eine Essstörung, bei der betroffene Personen unter wiederkehrenden und unkontrollierbaren Essanfällen („Fressattacken“) leiden.

Wie kann ein Essanfall bei einer Binge Eating-Störung aussehen?

Bei einem Essanfall nimmt die betroffene Person viel mehr Nahrung auf, als ein gesunder Mensch bei einer normalen Mahlzeit. Dabei hören BetroffenE nicht mehr auf zu essen und verlieren die Kontrolle, wie und wie viel essen sie aufnehmen. Sie essen oft schneller als normalerweise und verlieren vorübergehend ihr Hungergefühl. Ein Essanfall ist in der Regel zeitlich limitiert und hält oft nur wenige Minuten an, kann sich jedoch auch bis zu mehreren Stunden ziehen. Häufig verheimlichen erkrankte Personen ihr Essverhalten und nehmen ihre Nahrung deshalb alleine zu sich. Bei der Nahrungsaufnahme, haben die Personen ein sehr positives Verhältnis zur Nahrung, denn sie wird verwendet, um mit negativen Emotionen umzugehen. Nach einem Essanfall entsteht meist ein Gefühl von Traurigkeit, Ekel oder Schuld.

Wie sieht der Verlauf einer Binge Eating-Störung aus?

Der Verlauf einer Binge Eating-Störung kann stark variieren. Häufig sind Betroffene Wochen oder Monate symptomfrei. Dann treten jedoch wieder regelmäßige Essattacken auf.

Jetzt entsprechende Fachkliniken suchen.

Was ist die Ursache einer Binge Eating-Störung?

Biologische, psychologische und soziale Faktoren können eine Binge Eating-Störung mit beeinflussen.

Zwar gibt es keinen klassischen Vererbungsgang, die Veranlagung zur Entwicklung einer Binge Eating-Störung wird jedoch genetische weitergebeben.

Personen mit einem hohen BMI oder Menschen, die häufige Diäten machen, sind besonders gefährdet an einer Binge Eating Störung zu erkranken.

Langanhaltende Ängste, Traurigkeit, Selbstzweifel oder Depression können ebenso Auslöser für eine Binge Eating-Störung sein. Auch familiäre Konflikte können eine Binge Eating-Störung begünstigen. Generell kann immer dann, wenn die Nahrungsaufnahme als Spannungsabbau oder Problemlösestrategie eingesetzt wird, eine Binge Eating-Störung entstehen.

 

Welche Folgen kann eine Binge Eating-Störung haben?

Eine Binge Eating-Störung gehen oftmals mit anderen Erkrankungen der Psyche und des Körpers einher. Die Art der Erkrankungen können bei jeder Person sehr unterschiedliche sein.

Mögliche Folgeerkrankungen und Folgesymptome sind:

  • Adipositas
  • Herz-Kreislauf-Störungen wie Bluthochdruck und Herzerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Krebserkrankungen
  • Gelenkprobleme
  • Angststörungen
  • Depression
  • Schlafstörungen
  • sozialer Rückzug und Kontaktschwierigkeiten
  • niedriges Selbstwertgefühl

Wer kann an einer Binge Eating-Störung erkranken?

Die Binge Eating-Störung gehört zu den am weitesten verbreiteten Essstörungen. Ungefähr 4% der Bevölkerung zwischen 20 und 30 Jahren sind in Deutschland von einer Binge Eating- Problematik betroffen. Die Erkrankung tritt meistens im jungen Erwachsenenalter auf. Die meisten Betroffenen suchen sich meist erst spät. Hilfe und suchen die Schuld zunächst bei sich selbst.

Jetzt entsprechende Fachkliniken suchen.

Wie kann man eine Binge Eating-Störung therapieren?

Eine Binge Eating-Störung wird mittels ambulanter oder stationärer Psychotherapie behandelt. Eine stationäre Therapie wird  meist erst dann durchgeführt, wenn eine ambulante Behandlung keine Ergebnisse zeigt, die Binge Eating-Störung sehr stark ausgeprägt ist oder zeitgleich andere Erkrankungen bestehen, welche die Behandlung der Esstörungen weiter erschweren.

Die Therapie der Binge Eating Störung findet oft in Form einer Verhaltenstherapie statt. Bei der Verhaltenstherapie lernen Betroffene ein alternatives und gesünderes Essverhalten zu entwickeln. Dazu gehört, das Erkennen und die Abwendung von Essanfällen als dysfunktionaler Problemlösestrategie und der Umgang mit Anspannung, Problemen und negativen Gefühlen.

Eine Teil der Behandlung umfasst in der Regel auch Körpertherapie bzw. Physiotherapie. Darüber hinaus lernen Patienten*innen ein positiveres Selbstbild zu entwickeln und zu stabilisieren.

Kann man eine Binge Eating-Störung heilen?

Bei einer Behandlung durch Psychotherapie kann bei ca. 50% der Patient*innen eine Remission erreicht werden, bei den weiteren 40% kann die Symptomatik substanziell verbessert werden. Allerdings bleibt zeitlebens ein relevantes Rückfallrisiko.

Wie kann man Personen mit einer Binge Eating-Störung helfen?

Wenn Sie denken, dass Angehörige oder Freunde an einer Binge Eating Störung erkrankt seien könnten, sollten Sie sie behutsam auf das Essverhalten ansprechen. Kritik oder Vorwürfe sind an wenig zielführend. Sie können die betroffen Person jedoch dabei unterstützen eine Beratungsstelle oder einem Arzt aufzusuchen. Auch können Angehörige sich zum Beispiel bei einer Beratungsstelle oder bei Angehörigen-Selbsthilfegruppen über die Krankheit informieren.

Häufig gestellte Fragen

Anders als bei einer Bulimie oder bei der Magersucht versuchen Menschen mit einer Binge Eating-Störung, ihr Gewicht nicht mit extremen Maßnahmen wie hungern, selbst herbeigeführtem Erbrechen oder exzessivem Sport zu reduzieren. Sie leiden jedoch auch unter ihrem Gewicht und haben den Wunsch abzunehmen.

Ungefähr 90% der Personen mit einer Binge Eating Störung haben einen BMI über 25 und sind somit übergewichtig. Eine Diät wird meistens von den wiederkehrenden Essanfällen gestört. Dies macht es für viele Betroffene schwer, ohne ärztliche Hilfe abzunehmen.

In Deutschland sind keine Medikamente zur direkten Behandlung einer Binge Eating-Störung zugelassen. Je nach parallel bestehenden Erkrankungen werden jedoch zum Beispiel Antidepressiva eingesetzt, um die Stimmung des Patienten aufzuhellen und eine Stabilität für die psychotherapeutische Arbeit an der Essstörung zu erreichen.

Psycho­somatik in Deutschland

Wir helfen Ihnen dabei, die passende Klinik für Ihre Erkrankung zu finden. Sie benötigen weitere Informationen, sind sich in Ihrer Entscheidung unsicher oder haben ein anderes Anliegen? Dann füllen Sie jetzt das Kontaktformular aus und schildern uns Ihr Anliegen. Wir treten mit Ihnen in Kontakt!
Nehmen Sie Kontakt auf

Erfahre mehr zum Thema,
über unser

Glossar

Selbsttest - Long-COVID

Covid-19 und seine Spätfolgen - Test und Informationen zum "Long-COVID-Syndrom". Ich hatte Covid bin ich erkrankt? Hatte meine Erkrankung Einfluss auf meine Gesundheit?
Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass ca. 40% der Patienten, die eine Behandlung in der Klinik benötigten, noch längerfristig unter Symptomen leiden, die Mediziner als „Long-COVID-Syndrom“, „Post-COVD-Syndrom“ oder auch „chronisches COVID 19-Syndrom“ (CCS) bezeichnen. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass ca. 40% der Patienten, die eine Behandlung in der Klinik benötigten, noch längerfristig unter Symptomen leiden, die Mediziner als „Long-COVID-Syndrom“, „Post-COVD-Syndrom“ oder auch „chronisches COVID 19-Syndrom“ (CCS) bezeichnen.

Covid-19 und seine Spätfolgen - Test und Informationen zum "Long-COVID-Syndrom"