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Alkoholabhängigkeit

Sie befürchten unter einer Alkoholabhängigkeit zu leiden? Erfahren Sie jetzt mehr über die Ursachen und Symptome der Alkoholabhängigkeit!

Aufgrund der leichten Verfügbarkeit von Alkohol und der hohen sozialen Akzeptanz ist die Gefahr, an einer Abhängigkeit von Alkohol zu erkranken sehr hoch. Hierbei handelt es sich nicht um eine Willensschwäche, sondern eine Erkrankung, durch welche der Konsum nicht mehr ausreichend gesteuert werden kann. Folgen der Alkoholkrankheit sind vielfältig und bringen viele körperliche, psychische und soziale Probleme mit sich.

Einordnung

Wenn die Kontrolle über den Konsum von Alkohol entgleitet und negative Folgen der Konsummuster erkennbar sind, kann eine Alkoholabhängigkeit vorliegen

Verlauf

Der Verlauf einer Alkoholabhängigkeit ist meist schleichend, die Übergänge von kritischem Konsum zur Abhängigkeit sind oft fließend

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung von Alkoholabhängigen kann aufgrund der Gefahr von Folgeerkrankungen um viele Jahre reduziert sein

Häufigkeit

Die Alkoholabhängigkeit ist die häufigste Suchterkrankung. Mehr als 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen

Ursachen und Symptome von Alkoholabhängigkeit

Die Entstehung einer Alkoholabhängigkeit ist in aller Regel auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Eine genetische Disposition ist die Grundlage der Vulnerabilität (Verletzbarkeit) des Menschen.

Positive Effekte nach dem Konsum von Alkohol führen zunächst zu einer Verbesserung des Befindens und somit zur Aktivierung von Belohnungssystemen. Die meisten Menschen kennen den Effekt, mit Alkohol lustiger, befreiter und in Gesellschaft offenen zu sein. Somit wird der Konsum von Alkohol zum Zweck, sich besser zu fühlen, leistungsfähiger und zugänglicher zu sein.

Da sich Gehirnzellen an Alkohol gewöhnen, müssen immer höhere Mengen von Alkohol eingesetzt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Bei Auslassversuchen setzen Alkoholentzugssymptome ein.

Die Menge an Alkohol, die der einzelne Mensch verträgt, kann sehr unterschiedlich sein. Wird Alkohol in kritischen Mengen nur sporadisch aber mit negativen Folgen konsumiert, liegt ein Alkoholmissbrauch vor. Wird Alkohol andauernd benötigt und geht der Verzicht auf Alkohol mit Entzugserscheinungen einher, sind die Kriterien einer Abhängigkeit erfüllt.

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Therapiemöglichkeiten bei Alkoholabhängigkeit

Das Ziel der Behandlung einer Alkoholabhängigkeit liegt in der Regel im absoluten Verzicht auf die auf Alkohol (Alkoholbstinenz), da ein kontrollierter Konsum in den allermeisten Fällen nicht mehr möglich ist. Maßgeblich für den ersten Schritt ist die Motivation des Betroffenen, eine Entgiftung zu machen (Detoxikation). Diese dauert 1-3 Wochen.

Im qualifizierten Entzug, der genau 3 Wochen dauert, erfolgt bereits hier eine psychotherapeutische und suchttherapeutische Begleitung. In dieser Phase treten körperliche Entzugserscheinungen auf und können adäquat medizinisch behandelt werden. Wenn körperliche Entzugserscheinungen vorkommen, werden Mittel wie Benzodiazepine oder andere Medikamente und Blutdrucksenker eingesetzt, um die Entzugssymptome zu lindern. Ein Alkoholentzug kann wegen möglicher Blutdruckentgleisung, Herzrhythmusstörungen und Verwirrtheitszustände (Delir) und Alkoholentzugsanfälle lebensbedrohlich sein, und darf ab einem gewissen Schweregrade der Alkoholabhängigkeit nur in einem Krankenhaus und unter medizinischer Überwachung erfolgen!

Im Anschluss und möglichst zeitnah an die Entgiftung sollte die Entwöhnungsbehandlung und Rehabilitationsphase erfolgen. Diese kann sich über mehrere Monate erstrecken und sollte stets psychotherapeutische Ansätze beinhalten. Viele Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit müssen mehrere Entgiftungen und auch Entwöhnungen durchlaufen, bis sie anhaltend abstinent sind.

Ein Rückfallrisiko besteht lebenslang. Sehr hilfreich können auch Selbsthilfegruppen und andere soziale Netzwerke zur langfristigen Stabilisierung sein.

Häufig gestellte Fragen

Von Alkoholabhängigkeit spricht man wenn der Betroffene ein zwanghaftes Verlangen nach Alkohol verspürt und die Kontrolle über die Konsummenge verloren hat. Ebenso konsumiert der Betroffene nicht mehr zu speziellen Anlässen, sonder vollständig von diesen ungebunden.
Ein tägliches Bier oder anderweitiger Konsum ist bis zu einer bestimmten Menge unbedenklich (12g reiner Alkohol bei Frauen (~0,3 Liter Bier) und 24g bei Männern (~0,6 Liter Bier)). Alkoholismus entwickelt sich langsam, kleine, unbemerkte Steigerungen des Konsums können jedoch zu einer Abhängigkeit führen.

Zeigen Sie der betroffenen Person, dass Sie für sie da sind, sie unterstützen und ihr zuhören. Je konkreter Ihre Unterstützung desto besser können Sie der Person helfen. Unterstützen Sie bei der Suche nach passenden Anlaufstellen wie Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen oder anderen Anlaufsstellen und bestärken Sie den Angehörigen, ärztliche oder suchttherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Durch Bindung von Alkohol an Rezeptoren des Gehirns werden angenehme Zustände ausgelöst oder verstärkt, oder negative Emotionen gedämpft. Da ein Gewöhnungseffekt eintritt, müssen immer größere Mengen konsumiert werden um eine gleiche Wirkung zu erzielen. Bei Unterlassen des Alkoholkonsums kommt es psychischen und körperlichen Entzugssymptomen, die so unangenehm sind, dass der Konsum fortgeführt wird.

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