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Hypochondrische Störung

Sie haben große Angst vor Krankheiten? Erfahren Sie mehr zu der Angst vor Krankheiten, der Hypochondrie.

Hypochonder haben große Ängste bezüglich der eigenen körperlichen Integrität. Sie sorgen sich in übertriebener Weise um ihren gesundheitlichen Zustand und vermuten überall Krankheiten. Hierbei handelt es sich nicht um Simulation, vielmehr erleben hypochondrische Menschen große Ängste und verspüren einen starken Leidensdruck.

Ausmaß

Menschen, die unter einer hypochondrischen Störung leiden, sind sich meist bewusst, dass das Ausmaß ihrer Ängste und Sorgen nicht der Realität entspricht. Sie benötigen jedoch andauernde Kontrollen und Rückversicherungen, was zu häufigen (und unnötigen) Arztbesuchen und Kontrollen führt.

Ursache

Hypochondrische Ängste können sowohl Symptom einer anderen Erkrankung wie zum Beispiel einer Depression sein, es gibt jedoch auch Hypochondrie als eigenständiges Erkrankungsbild. Hypochondrische Ängste können im Zusammenhang mit Verlusten oder schwerer Erkrankung von nahestehenden Personen entstehen. Ängstliche und abhängige Persönlichkeitsmerkmale können die Entstehung einer hypochondrischen Störung fördern.

Auswirkungen

Hypochondrische Ängste führen zu verstärkter Selbstbeobachtung, häufigen Recherchen, körperlicher Schonung, vielen und oft auch wechselnden Arztkontakten und nicht indizierten Untersuchungen. Der Fokus liegt auf der andauernden Betrachtung vermuteter und befürchteter Symptome. Da es keine hundertprozentige Beschwerdefreiheit gibt und geben kann, nehmen Sorgen und Ängste immer weiter zu.

Häufigkeit

Das Vollbild der Störung, lässt sich bei etwa 0,05% der Bevölkerung finden. Leichte gesundheitsbezogene Ängste treten bei etwa 6% auf. Bei Depression und Angststörungen treten hypochondrische Ängste häufig als zusätzliches Symptom auf.

Wie wird eine hypochondrische Störung diagnostiziert?

  • beharrliche Beschäftigung mit der Möglichkeit, an einer oder mehreren schweren und körperlichen Krankheiten zu leiden
  • anhaltende körperliche Beschwerden oder anhaltende Beschäftigung mit körperlichen Phänomenen
  • abweichende Interpretation normaler oder allgemeiner Körperwahrnehmungen und Symptome
  • starke Fokussierung auf Organe oder Organsysteme des Körpers
  • keine oder keine ausreichenden objektivierbaren Erklärungen für die Symptome (Untersuchungen ohne pathologischen Befund)
  • die ständige Sorge um die körperliche Integrität löst andauerndes individuelles Leiden und Störungen im alltäglichen Leben aus
  • medizinische Feststellungen, welche nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen, werden abgewertet oder abgelehnt
  • die Fehlinterpretationen entstehen nicht auf dem Boden einer wahnhaften Störung
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Behandlungsmöglichkeiten bei hypochondrischen Störungen

Hypochondrische Störungen gehören zu den somatoformen Störungen, die vor allem psychotherapeutisch behandelt werden. Medikamente spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die beste Datenlage gibt es zur kognitiven Verhaltenstherapie. Hierbei wird der Patient dabei unterstützt, alternative Erklärungen für körperliche Missempfindungen zu finden, seine angstbesetzten Krankheitsannahmen selbst zu hinterfragen, Rückfragen und Rückversicherungen zu reduzieren und seine Lebensqualität zu verbessern. Dem Patienten wird in der Psychotherapie vermittelt, welche Körpervorgänge und -empfindungen völlig normal und unbedenklich sind, hierzu gehören Herzschlag, Atmung oder Schwitzen. Bei subjektiven Missempfindungen erarbeiten Therapeut und Patient gemeinsam alternative Erklärungen, der Patient wird hierbei angeleitet, die Wahrscheinlichkeit realistisch abzuwägen, ernsthaft erkrankt zu sein. Somit lernt der Patient, die verschiedenen Arten des Sicherheit suchenden Verhaltens einzuschränken und später darauf zu verzichten.

Häufig gestellte Fragen

Macht es krank, über Krankheiten nachzudenken?

Prinzipiell ist es gesundheitsförderlich, sich über den eigenen Gesundheitszustand Gedanken zu machen und zu überlegen, wie man sich gesund verhält. Wenn die Beschäftigung mit der eigenen Gesundheit jedoch überhandnimmt und Recherchen über Erkrankungen viel Raum und Zeit einnehmen und/oder das medizinische Helfersystem stark beansprucht wird, weist dies möglicherweise auf eine hypochondrische Störung hin.

Was ist ein Hypochonder?

Hypochonder leiden, unter der fixierten Vorstellung erkrankt zu sein, ohne dass sich dafür ein angemessener, objektiver Befund finden lässt.

Warum entsteht Hypochondrie?

Hypochonder haben den Anspruch, sich zu 100 % gesund fühlen zu müssen. Dies ist jedoch nicht möglich, jeder Mensch empfängt immer wieder Signale von seinem Körper, ohne dass sich hieraus eine gefährliche Erkrankung ableiten lässt. Weitere Ursachen der Hypochondrie ist das direkte Erleben von schweren Erkrankungen im Umfeld, aber auch ein überprotektiver Erziehungsstil im Kindes- und Jugendalter. Auch kann eine Hypochondrie im Rahmen anderer Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen auftreten.

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