Sexuelle Funktionsstörungen führen dazu, dass aufgrund psychischer oder körperlicher Probleme die eigene Sexualität nicht ausreichend befriedigt werden kann. Wie sich eine sexuelle Funktionsstörung äußern kann und welche Ursachen es haben kann, erfahren Sie hier.
Sexuelle Funktionsstörungen
Begriff
Eine sexuelle Funktionsstörung beschreibt eine Störung des sexuellen Ablaufs, Schmerzsyndrome während des Geschlechtsverkehrs oder auch Beeinträchtigungen der erwünschten sexuellen Beziehungen
Arten
Die internationalen Diagnoseleitlinien unterteilen sexuelle Funktionsstörungen in vier Hauptgruppen - Dysfunktion des sexuellen Verlangens und der sexuellen Erregung - Dysfunktion des Orgasmus - ejakulatorische Dysfunktion - sexuelle Schmerz-Penetrations-Störung
Auftreten
Sexuelle Funktionsstörungen können sowohl beim Mann als auch bei der Frau auftreten. Die Prävalenz variiert je nach Studie sehr stark
Häufigkeit
Studien zufolge leiden ca. 40 bis über 50% der Menschen in ihrem Leben an einer sexuellen Funktionsstörung, Frauen sind häufiger als Männer betroffen
Was sind sexuelle Funktionsstörungen?
Bei sexuellen Funktionsstörungen handelt es sich um eine so genannte sexuelle Dysfunktion, durch die die Betroffenen ihre Sexualität aufgrund Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr nicht befriedigen können. Sexuelle Funktionsstörungen können sowohl beim Mann als auch bei der Frau auftreten.
Die Störungen können in Form einer Störung der sexuellen Appentenz, der Erregung, Orgasmusstörungen oder Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr auftreten. Das Auftreten einer sexuellen Funktionsstörung kann sowohl durch psychische wie auch körperliche Ursachen bedingt sein. Für die Diagnosestellung wird gefordert, dass die Problematik anhaltend besteht und zu einem subjektiven Leidensdruck führt.
Therapiemöglichkeiten bei sexuellen Funktionsstörungen
Die Behandlung sexueller Funktionsstörungen richtet sich primär nach der zugrunde liegenden Ursache. Bei körperlichen Erkrankungen muss zunächst die Grundproblematik behandelt werden. Gewisse Symptome wie Erektionsbeschwerden können erfolgreich medikamentös behandelt werden. Hormonelle Ursachen können durch eine entsprechende Substitution therapiert werden.
Liegen psychische Ursachen einer sexuellen Dysfunktion vor, so können sexualtherapeutische Verfahren gewählt werden, die meistens einen verhaltenstherapeutischen Ansatz haben. Paare können eine Paartherapie wählen, um gemeinsam an der Störung zu arbeiten. Prinzipiell gelten sexuelle Funktionsstörungen als untertherapiert, da viele Betroffene den Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten meiden.
Häufig gestellte Fragen
Eine sexuelle Funktionsstörung ist eine Beeinträchtigung des sexuellen Ablaufs, Schmerzsyndrome während des Geschlechtsverkehrs oder auch Beeinträchtigungen der erwünschten sexuellen Beziehungen.
Nicht gegen alle. Manche Formen der Erektionsstörung können medikamentös beeinflusst werden, ein Verlust an Libido oder andere Störungen hingegen lassen sich nicht ohne Weiteres durch Medikamente behandeln.
Prinzipiell wird bei sexuellen Funktionsstörungen unterschieden zwischen organischen Ursachen und psychischen Ursachen, es kann jedoch eine Kombination aus beidem vorliegen.