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Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Erfahren Sie hier wie sich narzisstische Persönlichkeitsstörungen äußern und wie diese behandelt werden können.

Bei der narzisstischen Persönlichkeitsstörung handelt es sich um eine psychische Erkrankung mit einer spezifischen Persönlichkeitsstruktur, welche mit einem erhöhten Selbstwert, starkem Bedürfnis nach Bewunderung und einem Mangel an Einfühlungsvermögen in andere einhergeht.

Diagnose

Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind von ihrer eigenen Größe, Besonderheit und Überlegenheit über andere überzeugt und fallen durch unsoziales und egoistisches Verhalten auf. Die Diagnose wird anhand der Beobachtung des Verhaltens und durch Befragung gestellt

Häufigkeit

Man geht davon aus, dass ca. 4-5% der Bevölkerung der Menschen an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden, wobei der Übergang von gesundem und lebensnotwendigem Selbstwert und Narzissmus mit Krankheitswert oftmals schwierig abzugrenzen ist.

Symptome

Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung haben Schwierigkeiten ihr Selbstwertgefühl zu regulieren und sind stark abhängig von Bewunderung und Lob. Sie können Kritik kaum ertragen und neigen zur Herabsetzung anderer Menschen, um die eigene Größe aufrecht zu erhalten. Dabei überschätzen sie die eigenen Leistungen und unterschätzen die Leistungen anderer. Sie streben beständig nach Schönheit, Ruhm und Prestige und suchen die große Liebe. Diese Charaktereigenschaften bilden sich frühzeitig aus und sind im Laufe des Lebens sehr beständig.

Ursachen

Die Ursachen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind multifaktoriell. Ein Anteil ist genetisch, darüber hinaus gibt es Hinweise, dass negative Erfahrungen im Kindesalter wie das übermäßige Kritisieren oder inadäquates Loben und Bewundern des Kindes relevante Risikofaktoren darstellen.

Diagnose der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Narzissmus ist konzeptuell komplex. Ein gewisser Narzissmus ist notwendig, um den Selbstwert aufrecht zu erhalten und sich in der Welt behaupten zu können. Narzissten mit Erfolg kommen im Leben oft sehr gut zurecht und erleben ihren Narzissmus nicht als negative Eigenschaft, sondern als Triebfeder ihres Erfolges. In Behandlung kommen eher erfolglose Narzissten, die depressiv werden, da ihr erhoffter Erfolg nicht eintritt. Narzissten sind zudem stark von der Rückmeldung Anderer abhängig, da ihr Selbstwert von der positiven Wertschätzung von Außen abhängt und der Selbstwert labil ist. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung können jedoch auch in ihrem Umfeld sehr negativ auffallen, da sie andere abwerten und geringschätzen, um sich selbst aufzuwerten. Ein „gesunder“Narzissmus ist also hilfreich im Leben – wenn die spezifischen (narzisstischen) Charaktereigenschaften so ausgeprägt sind, dass sie zu Schwierigkeiten im gesellschaftlichen Leben führen. Wie auch bei allen Persönlichkeitsstörungen handelt es sich bei diesen Persönlichkeitsmerkmalen um tief verankerte Erlebens- und Verhaltensweisen, die sich im späten Jugend- bzw. frühen Erwachsenenalter ausgebildet haben, und im Verlaufe des Lebens eine große Beständigkeit aufweisen. Die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung wird aufgrund der klinischen Symptome und mit Hilfe von speziellen Testungen (zum Beispiel SKID II) gestellt. Oftmals wird die Diagnose erstellt, wenn der oder die Betroffene aufgrund anderer Probleme (wie zum Beispiel einer Depression) in psychiatrische Behandlung kommt.

 

Symptome der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

  • Gefühl von Grandiosität und Bewunderung für sich selbst
  • mangelndes Mitgefühl
  • übertriebenes und unbegründetes Gefühl der eigenen Bedeutung und des eigenen Talents
  • Beschäftigung mit Phantasien von unbegrenztem Erfolg, Einfluss, Macht, Intelligenz und Schönheit
  • Folge dem Ideal der vollkommenen Liebe
  • Glaube, besonders und einzigartig zu sein und deshalb ein besonderes Anrecht auf Leistungen zu besitzen
  • Wunsch bedingungslos bewundert zu werden
  • Verringerte Kritikfähigkeit
  • Ausnutzung anderer, um eigene Ziele zu erreichen
  • Mangel an Empathie
  • Überheblichkeit
  • Neid bei Erfolg anderer

 

Erfolglose Narzissten und Narzissten in der Depression können jedoch durchaus auch unsicher, scheu, depressiv und sehr sensibel sein.

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Behandlung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Erfolgreiche Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung haben meist keine Krankheitseinsicht und stellen sich nur selten eigeninitiativ bei einem Psychologen oder Psychiater vor. Wenn sie sich in hohen Positionen und mit Personalverantwortung befinden, können sie ihre Macht ausspielen und haben in aller Regel keinen Leidensdruck. Dieser entsteht eher in ihrem Umfeld, was ihnen ausgesetzt ist. Kontakte mit dem Helfersystem entstehen vor allem dann, wenn Narzissten erfolglos sind, und depressiv werden. Bei der Analyse zur Entstehung der Depression wird dann die narzisstische Persönlichkeitsstruktur sichtbar.

Bei der Behandlung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung stellt sich zunächst die Frage nach der Motivation. Warum möchte der Betroffene etwas ändern? Ist er enttäuscht, dass seine Größe nicht ausreichend von seinem Umfeld gewürdigt wird? Oder möchte er grundlegend etwas an dem Narzissmus ändern? Es gibt jedoch auch Menschen, die an den negativen Anteilen ihres Narzissmus arbeiten möchten und somit eine echte therapeutische Motivation mit sich bringen.

Der erste therapeutische Schritt der Behandlung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist der Aufbau einer therapeutischen Beziehung, um Kränkungen, die während der Behandlung entstehen können, überhaupt auszuhalten. Der Einsatz von Medikamenten ist bei der narzisstischen Persönlichkeitsstörung in der Regel nicht indiziert, hierzu gibt es auch keine Empfehlungen.

Häufig gestellte Fragen

Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung sind egoistisch, sind von ihrer eigenen Großartigkeit überzeugt, beschäftigen sich viel mit Geld, Erfolg und Macht und zeigen sich anderen gegenüber empathiearm, rücksichtslos und überheblich.

Narzissten benötigen zur Selbstwertstabilisierung Lob und Anerkennung von anderen. Bleibt diese aus erfolgt die Kränkung (und eine Abwehr zur Stabilisierung des Selbstwertes).

Narzissmus erfährt dann Krankheitswert, wenn die narzisstischen Anteile derart ausgeprägt sind, dass es zu relevanten Beeinträchtigungen des Betroffenen oder seines Umfeldes kommt.

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