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Dysthymie

Erfahren Sie jetzt mehr über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Dysthymie!

Dysthymie beschreibt eine chronische, aber abgeschwächte Form der Depression. Die Symptome bleiben per Definition über mindestens 2 Jahre und länger, und schränken die Lebensqualität der Betroffenen deutlich ein, ohne dass höhergradige Funktioneinbussen auftreten.

Behandlung von Dysthymie

Empfohlen wird eine Kombination aus einer medikamentösen Therapie und Psychotherapie zur Behandlung der chronisch depressiven Symptome.

Medikamente zur Behandlung von Dysthymie

In den häufigsten Fällen werden Phasenprophylaktika und Antidepressiva zur Behandlung verschrieben, die Zeiträume sind oft deutlich länger als bei episodenhaft verlaufenden Depressionen.

Auftreten

Dysthymie kann in jedem Alter auftreten, der Beginn der Erkrankung liegt jedoch häufig schon in der Adoleszenz.

Wahrscheinlichkeit

Die Lebenszeitprävalenz, als das Risiko, mindestens einmal an einer Dysthymie zu erkranken, liegt bei ca. 6%.

Symptome der Dysthymie

Anders als bei depressiven Störungen leiden Personen mit Dysthymie unter einer ununterbrochen depressiven Stimmungslage, die zwar abgeschwächt ist, sich jedoch über lange Zeiträume hinweg erstreckt. Der Antrieb, also die Energie in den Tag zu starten und Aufgaben zu beginnen, ist vermindert, gleichzeitig sind Menschen mit einer Dysthymie noch in der Lage, ihren Alltag zu strukturieren. Positive Tätigkeiten, die sonst Spaß machen würden, werden jedoch nicht mehr mit derselben Freude ausgeübt oder unterlassen.

Hauptsymptome der Dysthmie:

  • Mangel an Energie und verringerter Antrieb,
  • reduziertes Selbstwertgefühl
  • Anhedonie (reduzierte Fähigkeit, Freude zu empfinden)

Zwar ist die Dysthymie in ihrer Symptomatik im Vergleich zur episodenhaft auftretenden Depression abgeschwächt, jedoch ist es durchaus möglich, dass zusätzlich eine überlagernde depressive Episode hinzukommt. Dann spricht man von einer Double Depression.

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Behandlungsmöglichkeiten bei Dysthymie

Dysthymien werden häufig übersehen, da die Betroffenen meist im Alltag stehen und auch noch ihren privaten wie beruflichen Verpflichtungen nachkommen können. Die Problematik besteht vielmehr in der Abnahme der Lebensqualität. Oft wird die Diagnose einer Dysthymie erst gestellt, wenn sich eine Depression überlagert („double depression“), und in der Anamneseerhebung rückblickend eine Dysthymie festgestellt wird. Dies hat durchaus eine therapeutische Konsequenz. Die Behandlung der Dysthymie orientiert sich an den Strategien zur Behandlung chronisch depressiver Syndrome. Bei einer medikamentösen Behandlung werden entweder Antidepressiva mit der Perspektive einer längerfristigen Einnahme gewählt, oder Phasenprophylaktika (mood stabilizer), die für längerfristige Einnahmezeiträume konzipiert sind, und sonst bei rezidivierenden (wiederkehrenden) Störungen eingesetzt werden. Auch in der Psychotherapie werden Behandlungsstrategien für chronische Depression eingesetzt. Der US-amerikanischen Professor James P. McCullough entwickelte zum Beispiel Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy, kurz CBASP, ein Therapieverfahren speziell zur Behandlung therapierefraktärer depressiver Syndrome. Auch wenn noch nicht viele Untersuchungen zur Wirksamkeit von CBASP bei Dysthymie vorliegen, gibt es viele Hinweise für die Wirksamkeit. Gerade bei chronischen depressiven Syndromen sollte immer eine Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie (und ggf. weiteren Therapieformen) erwogen werden, da der Erfolg der Therapie oftmals nicht nur in einer Behandlungsmethode begründet liegt, sondern aus der Kombination verschiedener Therapieansätze.

Häufig gestellte Fragen

Dysthymien sind anhaltende depressive Zustände und werden meist erst sehr spät diagnostiziert, was eine erfolgreiche Behandlung dieser erschwert. Die Behandlungsansätze gleichen denen chronischer Depressionen und beinhalten spezifische Formen der Psychotherapie oder auch mittel- und langfristige Medikamenteneinnahmen.

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig ergründet. In der Regel kommen mehrere Faktoren zusammen, welche zu einer Dysthymie führen.

Stressoren, die eine Dysthymie auslösen und aufrecht erhalten können, sind beruflicher und privater Stress, Krisen, Trauer, Überforderung, Vereinsamung, ungelöste Konflikte und aufrecht erhaltene Ambivalenzen und Suchtverhalten.

Dysthymien werden klinisch diagnostiziert, was bedeutet, dass die Symptome die ausschlaggebenden Indikatoren sind. Für die Abgrenzung zu anderen depressiven Störungen gibt es unterschiedliche Abgrenzungskriterien.

Hauptkriterium ist eine über einen langen Zeitraum beständige depressive Stimmungslage (mindestens zwei Jahre), wobei diese Verstimmung an den meisten Tagen und ohne Pause von zwei oder mehr Monaten auftreten muss. Eine „Major Depression“ (echte Depression) darf innerhalb dieser Zeit nicht auftreten.

Ebenso müssen innerhalb der zwei Jahre weitere übliche Symptome auftreten. Weitere psychische Erkrankungen wie Manie oder Psychosen dürfen bei dem Betroffenen nie aufgetreten sein.

Die Symptome müssen abschließend noch signifikante Probleme und Einschränkungen in unterschiedlichsten Lebensbereichen auslösen.

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