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Schamlippenkorrektur

Erfahren Sie hier, wie eine Schamlippenkorrektur funktioniert und welche Techniken dabei angewendet werden.

Unter einer Schamlippenkorrektur versteht man die operative Verkleinerung der inneren oder äußeren Schamlippen. In den meisten Fällen werden die inneren Schamlippen korrigiert. Die Gründe können ästhetischer Art sein, es gibt jedoch auch medizinische Gründe, zum Beispiel wenn die Schamlippen zu Reibung, Irritation oder Entzündungen führen. Die Verkleinerung der äußeren oder inneren Schamlippen ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, der in der Regel im ambulanten Setting erfolgt.

Wann wird eine Schamlippenkorrektur durchgeführt?

Schamlippenkorrekturen erfolgen bei Verlängerungen der inneren oder äußeren Schamlippen. Ursachen für Schamlippenverlängerungen sind Schwangerschaft(en), zunehmendes Alter und genetische Veranlagungen. Wenn die inneren Schamlippen über die äußeren Schamlippen herausragen, kann das Tragen von engen Hosen, Bademode aber auch verschiedene Sportarten unangenehm oder sogar schmerzhaft werden. Auch können zu lange innere Schamlippen zu subjektivem Unwohlsein und zu Scham bei sexuellen Aktivitäten führen.
Die äußeren Schamlippen sind maßgeblich für das Aussehen der weiblichen Genitalregion. Verlängerte äußere Schamlippen kommen vor allem bei Übergewicht vor und können sich durch die Kleidung abzeichnen. Auch hier kann durch einen kleinen operativen Eingriff mit wenig Aufwand eine Korrektur erfolgen.

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Wie wird eine Schamlippenkorrektur durchgeführt?

Schamlippenkorrekturen sind kleine operative Eingriffe, die in der Regel ambulant durchgeführt werden können. Zur Anwendung kommt bei einer Verkleinerung der inneren Schamlippen die einfache chirurgische Abtragung mit dem Skalpell, die elektrochirurgische Abtragung oder eine Korrektur mit dem Laser. Die elektrochirurgische Methode hat den Vorteil, dass die Blutgefäße der gut durchbluteten inneren Schamlippen bereits beim Schneiden verschlossen werden und die Blutungsneigung somit geringer ist. Bei der Korrektur mit dem Laser erfolgt eine kontaktfreie Entfernung und gleichzeitiger Verschluss der Blutgefäße, sodass das Blutungsrisiko minimiert und die Operationszeit deutlich verkürzt werden können. Bei der klassischen operativen Abtragung erfolgt meistens eine Vollnarkose, bei der elektrochirurgischen und Lasermethode reicht in der Regel ein tiefer Dämmerschlaf der Patientin aus.

Die Verkleinerung der äußeren Schamlippen erfolgt durch Fettabsaugung und meist in örtlicher Betäubung. Wenn das Gewebe erschlafft ist, kann zudem noch eine Hautstraffung durchgeführt werden oder das Gewebe mit Eigenfett unterspritzt werden, um die Konturen anzupassen.

Was muss nach einer Schamlippenkorrektur beachtet werden?

Die meisten Schamlippenkorrekturen erfolgen ambulant, sodass die Patientin am selben Tag nach Hause gehen kann. Schwellungen und leichte Blutergüsse im Operationsbereich sind normal und bilden sich innerhalb weniger Tage zurück. In den ersten 14 Tagen muss auf eine sorgfältige Intimpflege geachtet werden, um das Risiko von Wundinfektionen zu minimieren. Wundschmerzen können in der Regel mit handelsüblichen Analgetika behandelt werden und klingen nach wenigen Tag ab. Der Fadenzug erfolgt bei den klassisch-operativen Techniken nach 7-10 Tagen.
Duschen und Intimpflege sind ab dem nächsten Tag erlaubt, leichter Sport nach 2 Wochen, Geschlechtsverkehr erst nach 4 Wochen.
Die Arbeitsfähigkeit ist bei geringer körperlicher Belastung in der Regel nach 3-4 Tagen wieder gegeben.

Risiken einer Schamlippenkorrektur

Prinzipiell sind Schamlippenkorrekturen relativ risikoarme Eingriffe. Es besteht ein allgemeines Narkoserisiko, wenn der Eingriff in Vollnarkose erfolgt, beim tiefen Dämmerschlaf ist das Narkoserisiko geringer. Die häufigsten Komplikationen bei Eingriffen an den inneren Schamlippen sind Blutungen, da es sich hier um sehr gut durchblutetes Gewebe handelt.

Mögliche Komplikationen einer operativen Schamlippenkorrektur sind folgende.

  • Nachblutungen vor allem im Bereich der inneren Schamlippen
  • Infektion des Wundgebietes
  • Verzögerte Wundheilung
  • Narbenbildung im Bereich der Hautschnitte
  • Sensibilitätsstörungen im Bereich der Hautschnitte
  • Ästhetisch unbefriedigendes Ergebnis

Was sind die Kosten der Schamlippenkorrektur?

Die Kosten einer Korrektur der inneren Schamlippen liegen bei der Methode mit dem Skalpell bei ca. 1.000 Euro, bei elektrochirurgischer Technik bei ca. 1500 Euro und bei einer Behandlung mit dem Laser bei ca. 1.500 bis 2500 Euro. Die Korrektur der großen Schamlippen kostet ca. 1.500-2.500 Euro, wenn nur Fettgewebe abgesaugt wird bei ca. 1.000 Euro.

Wie finde ich den richtigen Arzt für eine Schamlippenkorrektur?

Für Schamlippenkorrekturen sollte der Arzt eine Facharztausbildung für ästhetische und plastische Chirurgie und/oder Gynäkologie vorweisen können. Neben der formalen Qualifikation sollte der Arzt auch regelmäßig Schamlippenkorrekturen durchführen. Einen Überblick über Kliniken, die Schamlippenkorrekturen durchführen und Bewertungen von Patienten, finden Sie hier.

Schamlippenkorrekturen erfolgen meist bei zu langen inneren oder äußeren Schamlippen. Zu lange Schamlippen können das Infektionsrisiko erhöhen, durch Reibung Schmerzen erzeugen und subjektives Unwohlsein bedingen.

Bei operativen Eingriffen wie der Korrektur der inneren Schamlippen ist Sex ca. 4 Wochen nach dem Eingriff möglich. Bei einer Fettabsaugung im Bereich der äußeren Schamlippen oder bei einer Unterspritzung (ohne operative Korrektur) ist Sex nach wenigen Tagen wieder möglich.

Wenn die Schamlippenkorrektur aus medizinischen Gründen wie zum Beispiel wiederkehrenden Infekten erfolgt, ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich, muss aber in jedem Fall vor dem Eingriff beantragt werden. Wenn die Schamlippenkorrektur nur aus kosmetischen Gründen erfolgt und es sich somit um einen schönheitschirurgischen Eingriff ohne medizinische Erfordernis handelt, müssen sowohl die Kosten der Operation wie auch etwaige Folgekosten selbst getragen werden.