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Haartransplantation

Erfahren Sie hier, was eine Haartransplantation ist und wie die Haartransplantation funktioniert.

Erblich bedingter Haarausfall ist vor allem bei Männern sehr häufig und kann von den Betroffenen als sehr störend erlebt werden. Durch eine Haartransplantation kann eigenes Haar auf die betroffenen Stellen verpflanzt werden, wo es wieder anwächst. Auch Menschen mit Haarverlust nach Verletzungen oder anderen Ursachen für dauerhaften Haarverlust kann somit geholfen werden.

Wie kommt es zu Haarverlust?

Die häufigste Ursache für Haarverlust ist der hormonell bedingte Haarausfall bei Männern. Die Haarwurzeln reagieren überempfindlich auf männliche Hormone (Dihydrotestosteron) und fallen aus, zuletzt bleibt nur ein Haarkranz übrig. Diese Überempfindlichkeit ist genetisch angelegt.
Aber auch bei Frauen kann es zu Haarverlust kommen, hier sind es eher diffuse Verteilungsmuster, die Haardichte nimmt insgesamt ab.
Auch kann es zu Haarverlust nach Verletzungen, Narbenbildung oder Verbrennungen kommen. Ebenso führen manche Hauterkrankungen zu umschriebenem Haarverlust.

Wann wird Haarverlust sichtbar?

Erst ab einem Haarverlust von über der Hälfte der Haarwurzeln wirken die Haare lichter. Im Umkehrschluss reicht es bei einer Haartransplantation bereits aus, die Hälfte der ursprünglichen Haardichte zu erreichen, um das Haar wieder voll wirken zu lassen.

Für wen ist eine Haartransplantation geeignet?

Prinzipiell ist die Voraussetzung für eine Haartransplantation der irreversible, also unumkehrbare und dauerhafte Haarverlust.
Wenn hormonelle Schwankungen für den Haarverlust verantwortlich sind, werden zunächst Medikamente eingesetzt, allerdings kann gerade bei Männern der Haarverlust nur zeitlich verzögert, nicht jedoch aufgehalten werden.

Prinzipiell ist eine Haartransplantation möglich bei:

  • Genetisch bedingtem Haarverlust (androgenetische Alopezie)
  • Narbenbildung nach Verbrennungen oder Operationen
  • Erkrankungen der Haarwurzeln, z.B. Alopezia areata (kreisrunder Haarausfall)
  • In der Regel ein Mindestalter von 30 Jahren
  • Kein weiteres rasches Fortschreiten des Haarausfalls
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Wie funktioniert eine Haartransplantation?

Bei einer Haartransplantation wird Eigenhaar aus stärker behaarten Regionen auf die kahlen Stellen umgesetzt. Hierzu werden Haare mit ihren Haarwurzeln auf einem Hautstreifen (FUT-Technik, Follicular Unit Transplantation) oder in Haarwurzelgruppen (FUE-Technik, Follicular Unit Extraction) entnommen und in der Empfängerregion wiedereingesetzt. Beide Techniken erfolgen in lokaler Betäubung, eine Narkose ist nicht erforderlich. In der Regel werden in einer Sitzung zwischen 1000 und 2000 Haarwurzeln verpflanzt, die in winzige Hautöffnungen eingesetzt werden.

Kann man eine Haartransplantation immer durchführen?

Es gibt Grenzen der Haartransplantation – wenn nur noch ein kleiner Haarkranz besteht und der Großteil des Kopfes keinen Haarwuchs mehr zeigt, kann keine ausreichende Deckung in der Empfängerregion mehr erreicht werden. Mit modernen Techniken kann man jedoch zufriedenstellende Ergebnisse erreichen, wenn die Spenderregion mindestens 25% der Empfängerregion ausmacht.

Was sind die Risiken einer Haartransplantation?

Prinzipiell sind Haartransplantationen sichere Eingriffe. Lebensbedrohliche Komplikationen sind äußerst selten. Nach der Transplantation kann es zu vorübergehenden Schwellungen und Rötungen kommen, die jedoch innerhalb weniger Tage wieder zurückgehen. Manchmal kommt es auch zu Gefühlsstörungen, die sich jedoch ebenfalls wieder zurückbilden.

Was hoch sind die Erfolgschancen einer Haartransplantation?

Das transplantierte Haar fällt in der Regel zunächst wieder aus, wächst dann aber wieder nach und bleibt zeitlebens erhalten. Auf gesunder Kopfhaut wachsen bei jungen Patienten bei richtig ausgeführter Technik praktisch alle transplantierten Haarwurzeln an, mit zunehmendem Alter sinkt diese Rate auf ca. 75% ab. Etwas schlechtere Ergebnisse haben Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Haartransplantation ist das Vorhandensein ausreichend großer Spenderregionen.

Wie finde ich den richtigen Arzt für eine Haartransplantation?

Die Kriterien für eine ärztliche Qualifikation zur Durchführung von Haartransplantationen sind nicht einheitlich geregelt. Empfehlenswert sind Fachärzte mit einer chirurgischen Grundausbildung wie Chirurgen, Dermatologen, HNO-Ärzte oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen. Der Arzt sollte eine entsprechende Weiterbildung absolviert haben und regelmäßig Haartransplantationen durchführen. Einen Überblick über Kliniken, die Haartransplantationen durchführen und Bewertungen von Patienten, finden Sie hier.

Die FUE-Technik (Follicular Unit Extraction) zeigt weniger Narbenbildung und ist deshalb besonders für Menschen geeignet, die ihr Haar sehr kurz tragen wollen.

Bei starkem Haarausfall oder lockigem und krausen Haar ist die FUT-Technik (Follicular Unit Transplantation) gut geeignet, hier werden Hautstreifen entnommen, die den Haarverlust besser überdecken können.

Da es sich bei den allermeisten Haartransplantationen um schönheitschirurgische Eingriffe handelt, fehlen Qualitätskontrollen durch Versicherer oder Fachgesellschaften. Auch gibt es keine einheitliche Kontrolle der Qualifikation von durchführenden Ärzten. Hilfreich können deshalb die Bewertungen von Patienten nach durchgeführten Eingriffen sein.

Eine Haartransplantation kostet je nach Umfang zwischen 2500 und 7500 Euro und wird in der Regel nicht von Krankenkassen erstattet. Ausnahmen hiervon sind Haartransplantationen als Folge von Unfällen oder Erkrankungen.

Je nach Anzahl der transplantierten Haarwurzeln, dauert eine Sitzung zwischen 3 und 5 Stunden. Bereits am Vortag des Eingriffs sollte die ärztliche Aufklärung erfolgt sein.

Die Haare in den transplantierten Arealen fallen nach einigen Tagen zunächst aus, um in den kommenden Wochen dann nachzuwachsen. Kleinere Verkrustungen im Transplantationsgebiet gehen nach wenigen Tagen zurück.

Aus arbeitsmedizinischer Sicht besteht ab dem Folgetag der Haartransplantation Arbeitsfähigkeit.