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Schenkelhalspseudarthrose

Was ist eine Schenkelhalspseudarthrose?

Die Schenkelhalspseudarthrose ist eine Komplikation nach einer Schenkelhalsfraktur, bei der der gebrochene Oberschenkelhals nicht richtig zusammenwächst. Statt einer stabilen Knochenheilung bildet sich eine „falsche“ Gelenkverbindung – eine sogenannte Pseudarthrose.

Wie ist die Hüfte aufgebaut?

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, das aus der Hüftpfanne im Becken und dem Oberschenkelkopf besteht. Der Oberschenkelkopf ist über den Schenkelhals mit dem restlichen Oberschenkelknochen verbunden. Dieser Bereich ist besonders empfindlich, da er mechanisch stark belastet und durch feine Blutgefäße versorgt wird.

  • Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen.
  • Gelenk wird von einer Gelenkkapsel umhüllt.
  • Muskeln, Sehnen und Bänder sorgen für Stabilität und Mobilität.

Wenn es im Bereich des Schenkelhalses zu einem Bruch kommt, muss dieser stabil verheilen – geschieht dies nicht, kann es zur Bildung einer Pseudarthrose kommen, bei der keine stabile Knochenverbindung entsteht.

Wie wird eine Schenkelhalspseudarthrose diagnostiziert?

Die Diagnose einer Schenkelhalspseudarthrose erfolgt durch klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT, um die unzureichende Knochenheilung festzustellen.

Wie entsteht eine Schenkelhalspseudarthrose?

Eine Pseudarthrose im Schenkelhals entsteht, wenn eine Fraktur über einen längeren Zeitraum nicht oder nur unzureichend heilt.

  • Zu geringe Stabilität nach der Operation.
  • Mangelnde Durchblutung des Hüftkopfes.
  • Zu frühe Belastung des Beins nach der Fraktur.
  • Infektion im Bereich der Fraktur.
  • Schlechte Knochenqualität bei Osteoporose.
  • Vorerkrankungen, die die Knochengenese beeinträchtigen.

Welche Beschwerden macht eine Schenkelhalspseudarthrose?

Typisch für eine Pseudarthrose des Schenkelhalses sind anhaltende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Hüfte.

  • Anhaltende Hüftschmerzen.
  • Schwierigkeiten beim Gehen und Hinken.
  • Verkürzte Beinlänge.
  • Schmerzhaftes Drehen oder Beugen der Hüfte.
  • Dauerhafter Bedarf an Gehhilfen.
  • Eingeschränkte Mobilität und Lebensqualität.

Wie ist die Prognose bei einer Schenkelhalspseudarthrose?

Die Prognose hängt stark vom Alter, Allgemeinzustand und der Art der Pseudarthrose ab.

  • Rechtzeitige Erkennung und operative Behandlung verbessern Prognose.
  • Erhaltene Blutversorgung des Knochens ist positiv.
  • Das Ausbleiben einer Infektion ist ein guter Faktor.

Wird die Pseudarthrose nicht behandelt, drohen chronische Schmerzen und dauerhafte Immobilität. Eine individuell abgestimmte Therapie und konsequente Reha können die Lebensqualität deutlich verbessern.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung einer Schenkelhalspseudarthrose erfolgt fast immer operativ. Jüngere Patient*innen erhalten in der Regel eine erneute Osteosynthese mit Knochenverpflanzung. Bei älteren oder stark geschädigten Knochen kommt oft ein künstliches Hüftgelenk zum Einsatz. Nach dem Eingriff beginnt die gezielte Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung.

Welche Komplikationen bei der Behandlung gibt es?

Wie bei jeder Operation bestehen auch bei der Behandlung einer Schenkelhalspseudarthrose bestimmte Risiken.

  • Infektionen oder Nachblutungen.
  • Probleme bei der Wundheilung.
  • Verzögerte oder ausbleibende Heilung nach Osteosynthese.
  • Lockerung oder Luxation bei Implantation eines Hüftgelenks.

Wo kann ich eine Schenkelhalspseudarthrose behandeln lassen?

Eine Schenkelhalspseudarthrose sollte in einer spezialisierten orthopädischen oder unfallchirurgischen Fachklinik behandelt werden. Hier haben die Mediziner Erfahrung in der Endoprothetik und der Behandlung komplizierter Frakturheilungsstörungen.

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