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Symphysendehiszenz

Was ist eine Symphysendehiszenz?

Eine Symphysendehiszenz beschreibt das schmerzhafte Auseinanderweichen der Schambeinfuge (Symphyse), die die beiden Beckenhälften miteinander verbindet. Besonders häufig tritt die Erkrankung während oder nach einer Schwangerschaft auf.

Wie ist das Becken aufgebaut?

Das Becken besteht aus zwei Beckenhälften, die jeweils aus Darmbein, Sitzbein und Schambein zusammengesetzt sind. Vorne treffen sich die Schambeine in der Mitte und sind dort durch die Symphyse, eine knorpelige Verbindung, miteinander verbunden.

  • Die Beckenhälften sind über die Iliosakralgelenke mit dem Kreuzbein verbunden.
  • Die Symphyse ermöglicht minimale Bewegungen für Stoßdämpfung.
  • Das Becken schützt wichtige Organe wie Blase, Darm und Gebärmutter.
  • Bänder, Sehnen und Muskeln stützen das Becken und erlauben Bewegungen wie Gehen.

Diese Struktur ist besonders wichtig für die Übertragung von Körpergewicht auf die Beine und weicht während der Schwangerschaft hormonell bedingt etwas auseinander, um die Geburt zu erleichtern.

Wie wird eine Symphysendehiszenz diagnostiziert?

Eine Symphysendehiszenz wird durch klinische Untersuchung festgestellt, bei der Schmerzen und abnormale Beweglichkeit im Schambereich oft schon ausschlaggebend sind. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT können die Diagnose bestätigen, indem sie den Zustand der Symphyse genauer darstellen.

Wie entsteht eine Symphysendehiszenz?

Eine Symphysendehiszenz entsteht durch eine Überdehnung der Verbindung zwischen den Schambeinen.

  • Hormonelle Aufweichung der Bänder während der Schwangerschaft.
  • Übermäßige Belastung bei Mehrlingsschwangerschaften oder schwerem Kind.
  • Gewalteinwirkung oder Stürze auf das Becken.
  • Chronische Fehlbelastung oder zurückliegende Unfälle.

Welche Beschwerden macht eine Symphysendehiszenz?

Betroffene erleben starke Schmerzen im Schambereich bei bestimmten Bewegungen.

  • Schmerzen beim Gehen, Stehen oder Treppensteigen.
  • Schmerzhaftes Aufstehen aus dem Sitzen oder Umdrehen im Bett.
  • Schmerzen strahlen in die Leistenregion, Oberschenkel oder das Gesäß aus.
  • Instabilität im Becken, die zu einem unsicheren Gang führt.
  • Knackendes oder reibendes Gefühl im Schambereich.

Wie ist die Prognose bei einer Symphysendehiszenz?

Die Prognose einer Symphysendehiszenz ist bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung meist gut.

  • Frühzeitige Intervention verbessert die Heilungschancen.
  • Starke, anhaltende Belastungen negativ beeinflussen die Heilung.
  • Gezielte Physiotherapie und Entlastung fördern die Genesung.
  • Schwere Formen können längere Heilungszeiten benötigen.

Insgesamt sind die Heilungschancen umso besser, je früher mit der Therapie begonnen wird.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen wie körperliche Schonung, Beckenstützgürtel und Physiotherapie zur Stabilisierung der Beckenmuskulatur. Schmerztherapie und Kälte können ebenfalls helfen. In schweren Fällen kann die operative Stabilisierung helfen.

Welche Komplikationen bei der Behandlung gibt es?

Bei der Behandlung treten gelegentlich Komplikationen auf.

  • Langanhaltende oder chronische Schmerzen trotz Therapie.
  • Wundheilungsstörungen oder Infektionen nach Operationen.
  • Unzureichende Stabilisierung kann zu einer erneuten Dehiszenz führen.
  • Zu frühe Belastung nach Behandlung beeinträchtigt die Heilung.
  • Dauerhafte Instabilität oder Gangunsicherheiten.
  • Psychische Belastungen durch anhaltende Einschränkungen.

Wo kann ich eine Symphysendehiszenz behandeln lassen?

Für eine geeignete Behandlung der Symphysendehiszenz sollten Sie Fachärzt*innen für Orthopädie oder Gynäkologie konsultieren, die Erfahrung mit Beckenproblemen haben.

Das Portal Klinik Auskunft bietet eine schnelle Möglichkeit, qualifizierte Kliniken zu finden, indem Sie nach Fachgebiet und Standort filtern können.

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