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Achillessehnenruptur

Was ist eine Achillessehnenruptur?

Die Achillessehnenruptur beschreibt den teilweisen oder vollständigen Riss der Achillessehne, die die Wadenmuskulatur mit der Ferse verbindet. Es handelt sich um eine der häufigsten Sehnenverletzungen im Bereich des Unterschenkels, insbesondere bei sportlich aktiven Menschen zwischen 30 und 50 Jahren.

Wie ist der Unterschenkel aufgebaut?

Die Achillessehne ist mit etwa 20–25 Zentimetern Länge die stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbindet den Musculus gastrocnemius (Zwillingswadenmuskel) und den Musculus soleus (Schollenmuskel) mit dem Fersenbein (Calcaneus).

  • Die Achillessehne ist von einer Sehnenscheide umgeben, die ihre Gleitfähigkeit sicherstellt.
  • Besonders im mittleren Bereich, etwa 2–6 cm oberhalb der Ferse, ist die Sehne vergleichsweise schlecht durchblutet – dort treten Rupturen am häufigsten auf.
  • Ihre Belastbarkeit hängt stark von der Flexibilität der Wadenmuskulatur, dem Trainingszustand und einer ausreichenden Regeneration ab.

Die Achillessehne muss bei Bewegungen wie Gehen, Springen oder Laufen das Vielfache des Körpergewichts übertragen.

Wie wird eine Achillessehnenruptur diagnostiziert?

Eine Achillessehnenruptur wird meist klinisch diagnostiziert. Der sogenannte Thompson-Test kann durchgeführt werden, bei dem die Wadenmuskulatur zusammengedrückt wird, um festzustellen, ob eine Fußbewegung erfolgt. Ultraschall oder MRT können ergänzend eingesetzt werden, um die Diagnose zu sichern und den Ausmaß der Verletzung genau zu bestimmen.

Wie entsteht eine Achillessehnenruptur?

Eine Achillessehnenruptur entsteht meist plötzlich bei einer ruckartigen Bewegung, bei der die Sehne überbeansprucht wird.

  • Sportliche Aktivitäten mit schnellen Start-Stopp-Bewegungen oder Sprüngen, wie beim Fußball, Handball, Squash oder Tennis.
  • Vorschädigung der Sehne durch chronische Überlastung, Entzündungen (Achillodynie) oder degenerative Veränderungen.
  • Mangelnde Aufwärmphase oder ungewohnte hohe Belastung.
  • Einfluss bestimmter Medikamente wie Cortison oder bestimmte Antibiotika.
  • Bei älteren Menschen auch alltägliche Bewegungen bei bereits vorgeschädigter Sehne.

Welche Beschwerden macht eine Achillessehnenruptur?

Die Beschwerden treten meist plötzlich und heftig auf.

  • Viele berichten von einem lauten Knall oder dem Gefühl, als hätte jemand gegen die Wade getreten.
  • Direkt danach ist das Abrollen des Fußes nicht mehr möglich.
  • Starke Schmerzen im Fersenbereich, verbunden mit Schwellung und einer tastbaren Lücke in der Sehne.
  • Aktive Plantarflexion ist kaum noch durchführbar.
  • Stark eingeschränktes oder nicht mehr mögliches normales Gehen.

Wie ist die Prognose bei einer Achillessehnenruptur?

Die Prognose bei einer Achillessehnenruptur ist grundsätzlich gut, besonders bei früher Erkennung und Behandlung.

  • Alter, sportliche Anforderungen und Allgemeinzustand der Patient*innen.
  • Negative Einflüsse wie Rauchen, Übergewicht oder verspätete Diagnose.
  • Strukturierte Nachbehandlung mit gezielter Physiotherapie ist entscheidend.

In den meisten Fällen lässt sich die volle Belastbarkeit nach etwa 6–12 Monaten wiederherstellen.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich stehen zwei Therapieformen zur Verfügung: die konservative und die operative Behandlung. Bei der konservativen Therapie wird das Bein in einer speziellen Orthese ruhiggestellt, die den Fuß in Spitzfußstellung hält, um die Sehnenenden wieder zusammenwachsen zu lassen. Die operative Methode besteht darin, die Sehne über einen Hautschnitt oder minimal-invasiv zu nähen, was eine geringere Re-Rupturrate bietet, jedoch eine längere Wundheilung erfordert. Nach beiden Methoden folgt eine Rehabilitationsphase mit schrittweiser Belastungssteigerung und physiotherapeutischen Maßnahmen. Die Entscheidung für eine Methode wird individuell getroffen, basierend auf der Sehnenqualität und den sportlichen Anforderungen.

Welche Komplikationen bei der Behandlung gibt es?

Bei der Behandlung einer Achillessehnenruptur können verschiedene Komplikationen auftreten.

  • Erhöhtes Risiko einer erneuten Ruptur bei früher Belastung oder unzureichender Ruhigstellung bei konservativer Therapie.
  • Unvollständige Heilung der Sehne mit Verlängerung der Sehne, was zu einem Kraftverlust führen kann.
  • Wundheilungsstörungen, Infektionen oder Narbenbildung bei operativen Eingriffen.
  • Nervenirritationen im Bereich der Wade oder des Sprunggelenks.
  • Bildung von Verwachsungen, die die Gleitfähigkeit der Sehne beeinträchtigen.
  • Langfristige Fehlbelastungen durch Muskelungleichgewichte, wenn die Reha nicht ausreichend durchgeführt wird.

Wo kann ich eine Achillessehnenruptur behandeln lassen?

Eine spezialisierte Klinik für orthopädische oder unfallchirurgische Erkrankungen ist für die Behandlung einer Achillessehnenruptur die richtige Wahl. Achten Sie auf Zentren, die sowohl konservative als auch operative Verfahren anbieten und eine strukturierte Nachsorge mit Physiotherapie ermöglichen.

Für eine gezielte und vertrauensvolle Suche nach qualifizierten Fachkliniken steht Ihnen das Online-Portal 'Klinik Auskunft' zur Verfügung. Dort finden Sie nicht nur zertifizierte Behandlungszentren in Ihrer Region, sondern auch hilfreiche Bewertungen und medizinische Informationen.

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