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Volkmann-Kontraktur

Was ist eine Volkmann-Kontraktur?

Die Volkmann-Kontraktur ist eine schwere Funktionsstörung der Hand und des Unterarms, die durch eine Durchblutungsstörung der Muskulatur entsteht. Sie resultiert meist aus einer Druckschädigung nach Knochenbrüchen, Verletzungen oder fehlerhafter Gipsversorgung, mit daraus folgender Muskelverkürzung.

Wie ist der Unterarm aufgebaut?

Der Unterarm besteht aus einem komplexen Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Nerven und Blutgefäßen, die gemeinsam für die Bewegung und Funktion der Hand sorgen.

  • Der Unterarm wird von den Knochen Speiche (Radius) und Elle (Ulna) gebildet.
  • Zahlreiche Muskeln steuern Beugung, Streckung und Drehbewegungen.
  • Arteria radialis und Arteria ulnaris versorgen den Unterarm mit Blut.
  • Nerven wie Nervus medianus, Nervus ulnaris und Nervus radialis sind wichtig für die Feinmotorik.
  • Sehnen verbinden Muskeln mit den Hand- und Fingerknochen.

Die Faszie, eine straffe Bindegewebshülle, umschließt den Unterarm. Bei Schwellungen kann sie den Druck gefährlich erhöhen, weil sie nicht nachgibt.

Wie wird eine Volkmann-Kontraktur diagnostiziert?

Die Diagnose einer Volkmann-Kontraktur erfolgt durch klinische Untersuchung und Rückgriff auf die Patientengeschichte bzgl. vorausgegangener Verletzungen oder Gipsanlagen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT können zur Beurteilung des Gewebeschadens eingesetzt werden.

Wie entsteht eine Volkmann-Kontraktur?

Die Volkmann-Kontraktur entsteht durch anhaltenden Druckanstieg im Unterarm, der die Blutzufuhr zur Muskulatur unterbricht.

  • Zu enge Gipsverbände oder Schienen nach Frakturen.
  • Ausgedehnte Blutergüsse oder Schwellungen im Gewebe.
  • Unbehandelte Kompartmentsyndrome.
  • Gefäßverletzungen durch Unfälle oder Operationen.
  • Seltene Ursachen wie Verbrennungen oder Bissverletzungen.

Welche Beschwerden macht eine Volkmann-Kontraktur?

Die Erkrankung führt im Alltag zu erheblichen Einschränkungen der Handfunktion.

  • Schmerzhafte Beugehaltung von Hand und Fingern.
  • Stark verminderte Greiffunktion.
  • Kraftverlust im Unterarm.
  • Taubheit und Kribbeln durch Nervenschädigungen.
  • Sichtbare Fehlstellung, oft als „Krallenhand“ bezeichnet.

Wie ist die Prognose bei einer Volkmann-Kontraktur?

Die Prognose hängt entscheidend vom Zeitpunkt der Diagnose und Behandlung ab.

  • Frühe Diagnose und Druckentlastung verbessern die Aussichten.
  • Irreversible Schäden bei später Behandlung.
  • Gezielte Rehabilitation und chirurgische Eingriffe können helfen.

Eine rasche und umfassende Behandlung kann die Prognose erheblich verbessern. Ohne rechtzeitige Intervention drohen dauerhafte Schäden.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Im akuten Stadium erfolgt die Druckentlastung durch eine Fasziotomie. Bei bestehenden Kontrakturen werden Physiotherapie und in manchen Fällen operative Verfahren eingesetzt, um die Beweglichkeit zu verbessern. Eine vollständige Wiederherstellung ist jedoch nicht immer möglich.

Welche Komplikationen bei der Behandlung gibt es?

Bei der Behandlung können verschiedene Komplikationen auftreten.

  • Bewegungseinschränkungen durch Narbenbildung.
  • Erneute Durchblutungsstörungen.
  • Nervenverletzungen oder -reizungen.
  • Anhaltende Schmerzen oder Missempfindungen.
  • Psychische Belastungen durch dauerhafte Einschränkungen.

Wo kann ich eine Volkmann-Kontraktur behandeln lassen?

Die Behandlung der Volkmann-Kontraktur sollte von Spezialist*innen für Handchirurgie durchgeführt werden.

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