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Morbus Osgood-Schlatter

Was ist ein Morbus Osgood-Schlatter?

Morbus Osgood-Schlatter ist eine schmerzhafte Reizung im Bereich des Schienbeinknochens direkt unterhalb der Kniescheibe. Die Erkrankung tritt typischerweise bei Kindern und Jugendlichen während der Wachstumsphase auf, vor allem bei sportlich aktiven Mädchen und Jungen zwischen 10 und 16 Jahren.

Wie ist das Knie aufgebaut?

Das Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbein (Tibia). An der Vorderseite liegt die Kniescheibe (Patella), die in die Sehne des Oberschenkelmuskels eingebettet ist. Diese Sehne, die sogenannte Patellarsehne, setzt am Schienbeinknochen an – genauer gesagt an einem kleinen Knochenvorsprung, der Tuberositas tibiae.

  • Das Kniegelenk besteht aus dem Oberschenkelknochen, dem Schienbein und der Kniescheibe.
  • Mehrere Strukturen wie Menisken, Bänder und Muskelgruppen stabilisieren und schützen das Knie.

Während des Wachstums ist der Knochen an der Tuberositas noch nicht vollständig verknöchert und besteht aus Knorpelgewebe. Bei Morbus Osgood-Schlatter führt dies zu einer Reizung.

Wie wird ein Morbus Osgood-Schlatter diagnostiziert?

Zur Diagnose von Morbus Osgood-Schlatter wird neben der körperlichen Untersuchung durch einen Orthopäden oft eine Röntgenaufnahme des Knies angefertigt. Diese dient dazu, andere mögliche Ursachen der Beschwerden auszuschließen und charakteristische Veränderungen am Schienbeinansatz zu bestätigen.

Wie entsteht ein Morbus Osgood-Schlatter?

Morbus Osgood-Schlatter entsteht in der Regel durch eine Überlastung während der Wachstumsphase.

  • Überlastung des Sehnenansatzes durch sportliche Aktivitäten.
  • Wachstumsschub, der den Sehnenansatz empfindlicher macht.

Welche Beschwerden macht ein Morbus Osgood-Schlatter?

Typisch für Morbus Osgood-Schlatter ist ein lokaler Schmerz direkt unterhalb der Kniescheibe, der bei Belastung zunimmt.

  • Schmerzen beim Laufen, Springen und Treppensteigen.
  • Druckempfindlichkeit und Schwellung unterhalb der Kniescheibe.
  • Tastbare Beule am Schienbein, die eventuell bleibend ist.

Wie ist die Prognose bei einem Morbus Osgood-Schlatter?

Die Prognose bei Morbus Osgood-Schlatter ist insgesamt sehr gut.

  • Heilung nach Wachstumsabschluss bei Entlastung.
  • Verzögerung der Heilung bei fortgesetzter Überlastung.

Dauerhafte Einschränkungen sind selten, insbesondere wenn frühzeitig reagiert und behandelt wird.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung von Morbus Osgood-Schlatter erfolgt meist konservativ durch Schonung, Kälteanwendungen und Physiotherapie. Bandagen können bei Bedarf getragen werden, während medikamentöse und operative Behandlungen nur in Ausnahmefällen erwogen werden.

Welche Komplikationen bei der Behandlung gibt es?

Komplikationen bei der Behandlung von Morbus Osgood-Schlatter sind selten.

  • Verschlimmerung der Reizung bei fortgesetzter Belastung.
  • Dauerhafte Vorwölbung oder Ossifikation erfordern eventuell Eingriffe.
  • Muskuläre Ungleichgewichte durch ungenügende physiotherapeutische Begleitung.

Wo kann ich einen Morbus Osgood-Schlatter behandeln lassen?

Um eine geeignete Klinik zur Behandlung von Morbus Osgood-Schlatter zu finden, sollten Sie nach Einrichtungen mit Erfahrung in der Kinder- und Jugendorthopädie suchen.

Das Online-Portal Klinik Auskunft bietet eine einfache Möglichkeit, geprüfte Fachkliniken für Wachstums- und Gelenkerkrankungen zu finden.

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