Kontakt  |  Für Kliniken
icon_selbsttest Selbsttests icon_blog Blog
Diakrino Logo

Tarsaltunnelsyndrom

Was ist ein Tarsaltunnelsyndrom?

Das Tarsaltunnelsyndrom ist eine seltene Nervenerkrankung im Bereich des Sprunggelenks. Dabei wird der Schienbeinnerv im Tarsaltunnel, einem engen Raum an der Innenseite des Knöchels, gereizt oder eingeklemmt, was zu Schmerzen und Taubheitsgefühlen führt.

Wie ist der Fuß aufgebaut?

Der menschliche Fuß besteht aus 26 Knochen, zahlreichen Gelenken, Sehnen, Bändern und Nerven. Am Innenknöchel – also an der Innenseite des Sprunggelenks – verläuft der Nervus tibialis durch den Tarsaltunnel, der von Knochen und dem Retinaculum gebildet wird.

  • Der Tarsaltunnel ist ein enger Raum am Innenknöchel.
  • Der Nervus tibialis, Blutgefäße und Sehnen verlaufen durch den Tarsaltunnel.
  • Der Nerv versorgt die Fußsohle und Teile der Zehen mit Gefühl und Bewegungsimpulsen.

Schon kleine Veränderungen können den empfindlichen Nerv reizen.

Wie wird ein Tarsaltunnelsyndrom diagnostiziert?

Die Diagnose des Tarsaltunnelsyndroms erfolgt durch eine gründliche Anamnese und klinische Untersuchung. Häufig wird das Tinel-Zeichen getestet, indem der Bereich des Tarsaltunnels abgetastet wird, um einen elektrisierenden Schmerz auszulösen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT können eingesetzt werden, um die genaue Ursache der Nervenkompression festzustellen.

Wie entsteht ein Tarsaltunnelsyndrom?

Das Tarsaltunnelsyndrom entsteht durch eine Einengung des Nervus tibialis im Tarsaltunnel.

  • Schwellungen nach Verletzungen
  • Fehlstellungen des Fußes wie Knick-Senkfuß
  • Narbengewebe oder Zysten
  • Entzündungen oder Tumoren
  • Überlastungen durch intensives Training oder langes Stehen
  • Zu enge Schuhe
  • Chronische Grunderkrankungen wie Rheuma oder Diabetes

Welche Beschwerden macht ein Tarsaltunnelsyndrom?

Menschen mit Tarsaltunnelsyndrom erleben verschiedene Beschwerden an der Fußinnenseite oder Fußsohle.

  • Brennende oder stechende Schmerzen, die bis zur Ferse oder in die Zehen ausstrahlen
  • Missempfindungen wie Taubheit oder Kribbeln
  • Gefühl von „Ameisenlaufen“
  • Schmerzen beim längeren Stehen, Gehen oder sportlicher Belastung
  • Elektrisierender Schmerz beim Abtasten des Tarsaltunnels (Tinel-Zeichen)
  • Schwächung der Fußmuskulatur in fortgeschrittenen Fällen

Wie ist die Prognose bei einem Tarsaltunnelsyndrom?

Wird das Tarsaltunnelsyndrom frühzeitig erkannt, sind die Genesungschancen gut.

  • Vollständige Genesung durch konservative Maßnahmen möglich
  • Verschlechterung bei langer Bestehensdauer ohne Behandlung
  • In manchen Fällen operative Behandlung notwendig
  • Nach erfolgreicher Operation Erholung möglich

Wichtig ist, die Warnzeichen ernst zu nehmen und rechtzeitig ärztliche Hilfe zu suchen.

Jetzt entsprechende Fachkliniken suchen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung beginnt meist konservativ mit orthopädischen Einlagen zur Druckentlastung und Schmerzmedikamenten. Physiotherapie und lokale Injektionen unterstützen den Heilungsprozess. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine Operation zur Erweiterung des Tarsaltunnels erforderlich sein.

Welche Komplikationen bei der Behandlung gibt es?

Die Behandlung des Tarsaltunnelsyndroms ist meist komplikationsarm.

  • Allergien oder Unverträglichkeiten auf Medikamente
  • Leichte Blutergüsse oder Reizung nach Injektionen
  • Seltene Komplikationen nach Operation wie Infektionen oder Wundheilungsstörungen
  • Möglichkeit der Narbenbildung oder erneuter Reizung des Nervs
  • Sehr selten dauerhafte Missempfindungen im Fuß

Wo kann ich einen Tarsaltunnelsyndrom behandeln lassen?

Erfahrene Orthopäd*innen oder Neurochirurg*innen mit Spezialisierung auf Fuß- und Nervenerkrankungen sind für die Behandlung ratsam.

Das Portal Klinik Auskunft hilft dabei, qualifizierte Kliniken und Spezialist*innen in Ihrer Nähe zu finden.

Finden Sie orthopädische Fachkliniken in Ihrer Nähe.