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Kalkaneusfraktur

Was ist eine Kalkaneusfraktur?

Die Kalkaneusfraktur beschreibt einen Bruch des Fersenbeins, welches den größten Knochen im Fuß darstellt. Dieses Krankheitsbild entsteht meist durch starke Krafteinwirkung, etwa bei einem Sturz aus größerer Höhe auf die Füße.

Wie ist der Fuß aufgebaut?

Der menschliche Fuß setzt sich aus 26 Knochen zusammen, die in drei Gruppen unterteilt werden: Fußwurzel, Mittelfuß und Zehen.

  • Das Fersenbein (Kalkaneus) gehört zur Fußwurzel und ist der größte und stabilste Fußknochen.
  • Es bildet den hintersten Anteil der Fußsohle und verbindet sich über das untere Sprunggelenk mit dem Sprungbein (Talus).
  • Oberhalb setzt die Achillessehne an.

Aufgrund seiner Position ist der Kalkaneus stark belastet und bei Stürzen besonders gefährdet.

Wie wird eine Kalkaneusfraktur diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung und Bildgebung wie Röntgenaufnahmen, um das Ausmaß des Bruchs genau zu bestimmen. In manchen Fällen wird auch ein MRT genutzt, um Weichteilverletzungen zu erfassen.

Wie entsteht eine Kalkaneusfraktur?

Eine Kalkaneusfraktur entsteht in der Regel durch starke vertikale Krafteinwirkung auf die Ferse.

  • Sturz aus größerer Höhe, beispielsweise von einer Leiter, mit Landung auf den Füßen.
  • Autounfälle, bei denen die Füße gegen das Bodenblech gedrückt werden.

Welche Beschwerden macht eine Kalkaneusfraktur?

Die Symptome einer Kalkaneusfraktur sind meist sehr deutlich und treten unmittelbar nach dem auslösenden Ereignis auf.

  • Plötzlicher, starker Schmerz im Bereich der Ferse.
  • Deutliche Schwellung und Bluterguss um den Rückfuß.
  • Unmöglichkeit, den Fuß zu belasten oder zu gehen.
  • Sichtbare Verformung oder Verbreiterung der Ferse.
  • Schmerz bei Berührung oder leichtem Druck.
  • Eingeschränkte Beweglichkeit im Sprunggelenk.
  • Instabilität oder Wackelgefühl beim Stehen.

Wie ist die Prognose bei einer Kalkaneusfraktur?

Die Heilung einer Kalkaneusfraktur hängt stark vom Ausmaß des Bruchs und der gewählten Behandlungsmethode ab.

  • Unkomplizierte Frakturen ohne Gelenkbeteiligung haben eine gute Prognose.
  • Komplexe Brüche können zu chronischen Schmerzen führen.
  • Frühzeitige und fachkundige Behandlung verbessert den Heilungsverlauf.

Die Rückkehr zur vollen Belastbarkeit kann mehrere Monate dauern.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Fraktur. Eine konservative Therapie erfolgt bei einfachen Brüchen, während komplexe Frakturen operativ korrigiert werden. Nach der Operation ist eine Rehabilitation wichtig, um Beweglichkeit und Kraft wiederherzustellen.

Welche Komplikationen bei der Behandlung gibt es?

Die Therapie einer Kalkaneusfraktur ist oft komplex und kann mit Risiken verbunden sein.

  • Wundheilungsstörungen, da die Haut über der Ferse dünn ist.
  • Mangelhafte Knochenheilung, die zu Fehlbelastungen führen kann.
  • Posttraumatische Arthrose im unteren Sprunggelenk.
  • Nervenverletzungen mit Taubheit oder Missempfindungen.

Wo kann ich eine Kalkaneusfraktur behandeln lassen?

Bei einer Kalkaneusfraktur sollten Sie sich an erfahrene Orthopäd*innen oder Unfallchirurg*innen wenden – idealerweise mit Spezialisierung auf Fuß- und Sprunggelenkchirurgie.

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