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Keratokonjunktivitis

Keratokonjunktivitis

Was ist eine Keratokonjunktivitis?

Die Keratokonjunktivitis bezeichnet eine Augenerkrankung, bei der die Bindehaut (Konjunktiva) und die Hornhaut (Cornea) entzündet (-itis) sind.

Wieso ist bei der Keratokonjunktivitis die Bindehaut und Hornhaut entzündet?

Die Bindehaut und Hornhaut sind direkt angrenzende Strukturen des Auges. Bei der Keratokonjunktivitis greift die Entzündung über und betrifft beide Bereiche. Die Keratokonjunktivitis kann hierbei ganz unterschiedliche Ursachen haben.

Welche Ursachen kann eine Keratokonjunktivitis haben?

Keratokonjunktivitis besagt zunächst nur Entzündung von Bindehaut und Hornhaut. Dahinter verbergen sich ganz unterschiedliche Erkrankungen des Auges, hervorgerufen durch Erreger (zum Beispiel die viral bedingt Keratokonjuktivitis epidemica), unzureichende Tränenproduktion (Keratokonjuktivitis sicca), zu starke UV-Strahlung (Keratokonjuktivitis photoelectrica) oder im Rahmen von anderen Erkrankungen (z.B. Neurodermitis, Rosazea) werden.

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Welche Formen einer Keratokonjunktivitis gibt es?

Die Keratokonjunktivitis kann je nach Ursache verschiedene Formen unterteilt werden.

Die Keratokonjunktivitis epidemica wird durch Viren ausgelöst. Meistens sind Adenoviren der Auslöser. Die Keratokonjunktivitis epidemica ist eine hochansteckende, sogar meldepflichtige Erkrankung, in Deutschland jedoch relativ selten. Von einer Keratokonjunktivitis herpetica spricht man, wenn die Hornhaut und Bindehaut von Herpesviren infiziert werden.

Eine Keratokonjunktivitis sicca (sicca = trocken) entsteht, wenn die Hornhaut und Bindehaut unzureichend durch Tränenflüssigkeit benetzt werden. Zu lange Bildschirmarbeit, mechanische und physikalische Belastungen wie das häufige Tragen von Kontaktlinsen, Staub und Trockenheit, aber auch Hormone, Allergien, Autoimmunerkrankungen (z.B. Sjögren-Syndrom), Vitamin-Mangel, Augenoperationen oder Medikamente können Auslöser für die Keratokonjunktivitis sicca sein.

Die Keratoconjunctivitis photoelectrica wird durch zu starke UV-Strahlung im Auge, zum Beispiel bei längeren Aufenthalt in gleissender Sonne im Schnee oder beim Schweißen ohne Schutz, ausgelöst.

Was sind Symptome einer Keratokonjunktivitis?

Eine Keratokonjunktivitis epidemica zeichnet sich durch Juckreiz, ein gerötetes Auge, verklebte Augenlider, Lidschwellung, Augenbrennen, ein Fremdkörpergefühl, eine hohe Lichtempfindlichkeit und einen erschwerten Schluss der Augenlieder aus.

Bei einer Keratokonjunktivitis sicca brennt und juckt das Auge stark, es juckt und die Sehkraft kann gemindert sein. Bei für die Augen anstrengenden Aktivitäten verschlechtern sich die Symptome.

Bei einer Keratoconjunctivitis photoelectrica ist das Auge sehr lichtempfindlich. Es tränt und ist stark gerötet.

Bei einer Keratokonjunktivitis herpetica nimmt die Hornhautsensibilität ab, dies ist problematisch, da der Blinzelreflex zum Schutz der Hornhaut beeinträchtigt sein kann. Die Sehkraft kann vermindert werden, es besteht auch hier eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und vermehrter Tränenfluss.

Wie kann eine Keratokonjunktivitis behandelt werden?

Eine Keratokonjunktivitis sollte von einem Facharzt für Augenheilkunde untersucht, diagnostiziert und behandelt werden.

Eine Keratokonjunktivitis epidemica kann durch erregerhemmende Augentropfen behandelt werden. Hier ist unbedingt darauf auf strikte Hygienemassnahmen zu achten, da die Keratokonjunktivitis epidemica hoch ansteckend und sogar meldepflichtig ist.

Die Keratokonjunktivitis sicca wird mit Tränenersatz-Präparaten, Lidrandmassagen und schleimlösende Medikamente behandelt.

Bei einer Keratoconjunctivitis photoelectrica kommt es aufgrund der starken UV-Strahlung zu einer Schädigung von Hornhaut und Konjuktiven. Am wichtigsten ist hier der Schutz vor weiterer Sonneneinstrahlung. In der Regel regeneriert die Hornhaut innert weniger Tage von selbst. Bei Schmerzen kann eine schmerzlindernde Augensalbe, Schmerztabletten oder ein kühles Tuch verwendet werden. Bei Superinfektionen (erregerbedingte Entzündung auf dem Boden der vorgeschädigten Hornhaut) kann eine Salbe mit Antibiotika verwendet werden.

Die Behandlung einer Keratokonjunktivitis herpetica besteht aus der lokalen Anwendung eines Virostatikums in Form von Augensalben oder von Augentropfen.

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Was sind Folgen einer Keratokonjunktivitis?

Bei 25 % der Personen, welche an einer Keratokonjunktivitis epidemica erkrankt sind, emtstehen sogenannte Nummuli auf. Nummuli sind Hornhauttrübungen, welche das Sehvermögen beeinträchtigen können, da sie die Lichtbrechung auf der Hornhaut verändern (irreguläre Astigmatismen).

Dadurch das bei einer Keratokonjunktivitis sicca der Tränenfilm verringert ist, können Keime weniger effektiv abgetötet werden. Das Risiko für Binde- und Hornhautentzündungen (bakterielle Superinfektionen) steigt an.

Als Folge einer Keratoconjunctivitis photoelectrica können irreparable Sehschäden auftreten.

In Folge einer Keratokonjunktivitis herpetica Erkrankung kann eine Taubheit der Hornhaut, Narbenbildung und ein durch den gestörten Strahlengang vermindertes Sehvermögen entstehen.

Wie ist die Krankheitsdauer einer Keratokonjunktivitis?

Die Keratokonjunktivitis epidemica klingt in der Regel nach zwei Wochen ab, der Verlauf wird vor allem Komplikationen (z.B. Persistenz der Nummuli) bestimmt. Die Erkrankung ist aufgrund der hohen Kontagiosität meldepflichtig!

Für die Keratokonjunktivitis sicca hängt die durchschnittliche Krankheitsdauer von den auslösenden Faktoren ab. Wenn diese fortbestehen, kann eine Keratokonjunktivitis auch über lange Zeit anhalten.

Die Keratoconjunctivitis photoelectrica heilt bei Schutz vor weiterer UV-Einwirkung gewöhnlich innert weniger Tage ab.

Die Therapie einer Keratokonjunktivitis herpetica dauert meist 2 bis 4 Wochen an.

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Ist eine Keratokonjunktivitis ansteckend?

Die Keratokonjunktivitis epidemica und die Keratokonjunktivitis herpetica sind sehr ansteckend, die Keratokonjunktivitis epidemica zudem meldepflichtig.

Keratokonjunktivitis sicca und Keratoconjunctivitis photoelectrica sind nicht ansteckend.

Wie kann man die Ansteckung anderer Personen verhindern?

Um nicht auch andere Personen mit einer Keratokonjunktivitis epidemica oder Keratokonjunktivitis herpetica anzustecken, sollte auf gründliche Hygiene geachtet werden. Dazu sollten sich erkrankte Person oft die Hände waschen und eigene Handtücher, Waschlappen und Kissen verwenden. Nach dem Berühren des Auges sollte die Hände sorgfältig desinfiziert werden, damit die das Übertragen des Erregers auf das (noch) gesunde Auge vermieden wird.  Betroffene Personen sollten sich für die Dauer der Infektion möglichst von anderen Personen isolieren.

Selbsttest - Long-COVID

Covid-19 und seine Spätfolgen - Test und Informationen zum "Long-COVID-Syndrom". Ich hatte Covid bin ich erkrankt? Hatte meine Erkrankung Einfluss auf meine Gesundheit?
Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass ca. 40% der Patienten, die eine Behandlung in der Klinik benötigten, noch längerfristig unter Symptomen leiden, die Mediziner als „Long-COVID-Syndrom“, „Post-COVD-Syndrom“ oder auch „chronisches COVID 19-Syndrom“ (CCS) bezeichnen. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass ca. 40% der Patienten, die eine Behandlung in der Klinik benötigten, noch längerfristig unter Symptomen leiden, die Mediziner als „Long-COVID-Syndrom“, „Post-COVD-Syndrom“ oder auch „chronisches COVID 19-Syndrom“ (CCS) bezeichnen.

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